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Auf den Spuren der Hanse – POETA MAGICA in Tallinn/Estland

Wir schreiben das Jahr 1346 ... der Handel der Gilden in Tallinn floriert, neue Märkte werden erschlossen; Waren zwischen Osten und Westen ausgetauscht. Das Jahr 2004 ... der Osten öffnet sich, die Gilden erstehen aufs Neue...

Mittelalter – in kaum ein anderen Stadt begegnet man vergangenen Zeiten so intensiv wie in Tallinn. Tallinn, auch einst Reval genannt, ist die Hauptstadt von Estland, und gilt als Teil des Baltikums. Am nordöstlichen Ende der Ostsee, gegenüber von Finnland gelegen, war Tallinn zu den Zeiten der Hanse einer der bedeutensten Stützpunkte. Handel u.a. mit Fellen und Salz erstreckte sich vom nördlichen Rußland bis nach Portugal und machte die Stadt reich. Zahlreiche Nationalitäten waren in der Stadt vertreten, es entstanden prunkvolle Gebäude und Handelslager...

Neuzeit – Estland, seit der „singenden Revolution“ unabhängig, erwacht aus der Vergangenheit und entwickelt sich zu einer wachsenden Wirtschaftsnation, der Tradition bewußt und der Zukunft aufgeschlossen gegenüber - so ist z.B. der Internetzugang in Estland kostenfrei! 1997 beschließen Auri und Margit Hakomaa, Mittelalter wieder erlebbar zu machen: In einem ehemaligen Lagerhaus der Hanse entsteht ein mittelalterliches Restaurant, die „Olde Hansa“.

Ein Restaurant, welches in jedem Detail einfach perfekt und viel mehr als ein Restaurant ist – es ist Erlebnis pur. In dem bis auf den letzten Winkel ausgemaltem Gemäuer werden zahlreiche Spezereien aufgetischt, vom Safrangemüse über Elchgulasch und Bärensteaks bis hin zum hellem Zimt- und dunklem Kräuterbier. “Olde Hansa Musicus” spielen von der Empore auf; die in dunklem Leder eingebundene Speisekarte erzählt vom einfachen Bauerngericht bis zur Jagdtafeley alles auf, was das Herz begehrt.

Doch Olde Hansa ist auch ein Teil der Gilde. Ein solches Projekt bedarf vieler Teilnehmer, und so entsteht die Gilde aufs neue: Die alte Hansegilde wird wiederbelebt: Alte Häuser wieder restauriert, vergangenes Handwerk wiederbelebt. Die Gewänder des Personals werden selbst hergestellt, es entsteht eine Schneiderei, eine eigene Schuhmacherei entwickelt sich, bald zieht eine Glasbläserei ein; sogar der Dinkel für die Speisen wird speziell für Olde Hansa angebaut.

Anläßlich des 600-jährigen Jubiläums der Stadthalle am 4-6 Juni 2004 lud Olde Hansa das Ensemble POETA MAGICA für zwei Konzerte ein; in der Besetzung Holger Funke (Nyckelharpa, Drehleier, keltische Harfe, Dudelsack Veuze, Schalmei, Gesang), Friederike Funke (Gesang, Dudelsack Bechonett, Darabuka), Joergen Lang (Guitarra) und Anja Kucharski (Schlagwerk). Für POETA MAGICA war dies nach 1999 in Viljandii der zweite Auftritt in Estland; und besuchte das Ensemble anläßlich seiner jährlichen Norrland-Tourneen in den vergangenen Jahren neben Schweden und Norwegen auch Lettland und Litauen, so waren die Konzerte in Tallinn sicherlich einer der interessantesten. Am Freitagabend baute das Team der Olde Hansa vor dem Restaurant eine 3 m hohe Bühne auf – ein Konzert auf einem schwankendem Baugerüst vor einem tanzendem Publikum hat man nicht alle Tage ... Am Samstag fand das große Konzert statt: Auf der großen Hauptbühne des Tallinner Marktplatzes, im Herzen der Stadt; am Mischpult der Mischer des „Grand Prix de Eurovision“, 4000 Zuschauer die immer weitere Zugaben forderten und schließlich mitsangen – eine wahrhaft südländische Begeisterung der gar nicht so kühlen „Nordlichter“. Ein fantastischer Ort um die neue Doppel-CD “Décades“ vorzustellen, die gemasterte und mit neuen tracks versehene „best of“ der letzten zehn Jahre. Auf der zusätzlichen Bonus-CD befindet sich einer neuer track, die MC „Vox Salica“ und drei Videos.

Informationen über die Olde Hansa findet man unter www.oldehansa.com, eine Bildergalerie und weitere Informationen unter www.poetamagica.de. CDs sind direkt bei POETA MAGICA oder im KARFUNKEL-SHOP zu erhalten www.karfunkel.de


Neue Harfenklänge bei Poeta Magica
Holger E. Funke ist in die Gilde der Harfner eingetreten, und zwar mit einer “Laurin” aus der Werkstatt von Norbert Maier

Laurin - die Märchenharfe aus Tirol

Im südlichen Teil Tirols, zwischen Bozen und dem Fassatal liegt der Bergkamm mit dem Namen Rosengarten. Dort lebte einst König Laurin mit seinem Zwergenvolk. Die lange Sage berichtet von seinen Heldentaten, dem Kampf um die wunderschöne Prinzessin Similde und schließlich von seiner Niederlage.

Auf abenteuerlichen Fahrten kehrte er zurück in seine Heimat. Als er den Berg wieder erblickte, der über und über voll Rosen war und in der Abendsonne purpurn leuchtete, da sagte der heimkehrende König: "Diese Rosen mit ihrem Schein haben mich verraten; Die fremden Krieger - sie wären nie auf meinen Berg gekommen, wenn sie diese Rosen nicht gesehen hätten."

Also sprach er über die Rosen einen Zauber aus, damit sie weder bei Tag noch bei Nacht je wieder sichtbar seien.
Er hatte jedoch die Dämmerung vergessen. So kam es, daß in der Abenddämmerung der ganze Berg im roten Glanz erstrahlt. Wir nennen das Alpenglühen.

Und in jenem Tale, wo noch die alte ladinische Sprache gepflegt wird, gab es ein Wort für den Sonnenuntergang: "kan sorèdl va flori" (wenn die Sonne blühen geht). Und dieses Naturschauspiel war die Inspiration beim Bau dieser Harfe.

Gebaut aus indischem Rosenholz, amerikanischer Mammutzeder und österreichischem Walnußholz. 27 Saiten aus Messing und Stahl.


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